
Baulexikon - Kompaktes Hausbauwissen, 14.06.2023
U-Wert
Der U-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die in einer Stunde durch einen Quadratmeter Fläche geht, wenn der Temperaturunterschied zu beiden Seiten der Fläche ein Grad Celsius beträgt.
Definition U-Wert
Kennzahl für die Wärmedämmung von Bauteilen wie Außenwänden oder Dächern ist der Wärmedurchgangskoeffizient, der so genannte U-Wert. Als SI-Einheit wird er daher als „W/(m²·K)“ (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) angegeben.
Was ist der U-Wert?
Anhand des U-Wertes bewertet man den Wärmeschutz eines Hauses: Je niedriger er ist, desto besser die Wärmedämmung. Auch bei Fenstern und Türen wird der U-Wert vom Hersteller ausgewiesen. Allerdings wird dieser oftmals als Uf-Wert angegeben. Das kleine „f“ steht hierbei für „Rahmen“ (englisch frame). Dabei handelt es sich um einen Fensterrahmen, bestehend aus einem feststehenden Rahmenteil und einem beweglichen Rahmenteil. Die BDF-Mitgliedsunternehmen haben sich zu einem U-Wert für Außenwände von höchstens 0,25 verpflichtet und liegen damit unter den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV).
U-Wert Messung mit Wärmebildkamera
Mit einer Wärmebildkamera (Thermografie) kann die Wärmedämmung von Häusern bildlich dargestellt werden. Ebenso lässt sich der Wandaufbau genauer betrachten und mögliche Leckagen oder Fehlstellen in Dächern, Wänden, oder Rohren identifizieren und damit gezielt nachbessern. Das Wärmebild kann allerdings nur zur Prüfung der Qualität genutzt werden und damit die Dämmung des Gebäudes analysieren und mögliche Wärmebrücken oder unsauber verarbeitete Dämmschichten ausweisen. Dier speziellen Kameras messen nur die Wärmestrahlung, nicht aber Temperaturen oder Wärmekonvektion oder Wärmeleitung. Somit kann sie auch keinen U-Wert berechnen oder aufzeigen. Daher kann die Wärmebildkamera lediglich für die überschlägige Ermittlung des U-Wertes genutzt werden.